Lehrgänge für Ziegenhalter in Bayern

 

Am 22. April 2020 bietet die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft und der Bayerische Ziegenzuchtverband wieder einen Termin der Fortbildungsreihe "Professionelle Milchziegenhalter" an. Das Thema des Tages ist Grünland. Die Kosten dafür betragen 65 €.

Uhrzeit: 09:30 Uhr – ca. 16:30 Uhr    Ort: LVFZ Achselschwang, Achselschwang 1, 86919 Utting am Ammersee

Programm sowie Anmeldeformular erhalten Sie in der Geschäftsstelle.

Weiterhin bietet die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft gemeinsam mit Herr Hermann Jakob (Metzgermeister, Berufsschullehrer und Leiter der Meisterschule für Fleischer in Kulmbach) am 27. März 2020 einen Lehrgang zur sinnvollen Verwertung und Verkauf von Ziegenfleisch in Kloster Scheyern an. Dieser Kurs richtet sich an alle interessierten Ziegenhalter, die Ihre Fleischprodukte in der Direkt-vermarktung verkaufen und Metzger, die bereits Ziegenfleisch verarbeiten oder planen dies zu tun. Übernachtungsmöglichkeiten für den Kurs können vom Kloster gestellt werden.

Ansprechpartner: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Barbara Ostwald, Tel: 089/99 141-121 , Barbara.Ostwald@lfl.bayern.de

Hervorragende Ziegenprodukte - Erstellung einer bundesweiten Direktvermarkterübersicht

Mit Freude und Dankbarkeit stellt der Bundesverband Deutscher Ziegen­züchter fest, dass die Erstellung einer bundesweiten  Direktvermarkter­übersicht in wenigen Wochen zum Abschluss gebracht werden konnte. Über Monate hinweg wurde von einer BDZ-Arbeitsgruppe mit tatkräftigen Unterstützung der BDZ-Mitgliedsverbände und den interessierten Ziegen-haltern ein Nachschlagewerk zusammengestellt, das neben allgemeinen Informationen zur Ziegenhaltung in Deutschland und ihren Leistungen Produktinformationen zu Ziegenmilch,- käse und fleisch sowie –wolle beinhaltet und auch schmackhafte Rezepte auflistet. Kernstück der Broschüre wird die Zusammenstellung der ca. 150 Direktvermarkter verteilt auf das gesamte Bundesgebiet sein.

Das Projekt konnte nur in Angriff genommen werden, weil die Landwirt-schaftliche Rentenbank dieses dankenswerterweise finanziell unterstützt. Die Broschüre ist in der Geschäftsstelle für 1 Euro erhältlich.


Mitgliederversammlung BDZ

Am 12. Dezember 2018 fand in Berlin die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Ziegenzüchter (BDZ) statt. Wichtigste Punkte der Tagesordnung waren der Vortrag des Referenten aus dem Bundes­landwirtschaftsministeriums, Dr. Schneider, sowie die Vorstands­wahl. Der Vorsitzende des BDZ, Bernd Merscher, gratulierte den neu gewählten Landesvorsitzenden und begrüßte sie in der BDZ-Runde: Johannes Maibom, Landesverband Bayerischer Ziegenzüchter, Achim Jilg, Landesverband Niedersächsischer Ziegenzüchter, und Rita Meilinger- Balser, Hessischer Ziegenzuchtverband.

Dr. Schneider vom BMEL ging in seinen Ausführungen unter anderem auf die tierzuchtrechtlichen Themen ein. Er berichtete über die Reform des EU-Tierzuchtrechts sowie über die nationale Umsetzung. Er lobte die rasche Umsetzung in den Verbänden, konkret die Erarbeitung, Beschluss­fassung und Anwendung der Mustersatzung sowie der Zuchtprogramme für die einzelnen im Bundesgebiet betreuten Ziegenrassen. Schneider machte deutlich, dass dem BMEL-Zuchtreferat insbesondere die Ziegen und Schafe am Herzen liegen. Deshalb habe man rasch die Idee von BDZ und der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) aufgegriffen, gemeinsam eine nationale Schaf- und Ziegentagung in 2019 sowie eine internationale Tagung in 2020 durchzuführen. Dafür werde eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit dem BMEL und der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde (DGFZ) gebildet. Wichtig sei hier, dass BDZ und VDL mit weiteren Experten aus den Landesverbänden vor allem bei der Themen- und Referentenauswahl zuarbeiten. Die diesjährige Tagung werde voraussichtlich Mitte Oktober stattfinden. Veranstaltungsort wird entweder Berlin oder Bonn sein. Hier sei noch die Entscheidung seitens des BMEL abzuwarten.

In seinem Jahresrückblick ging der BDZ-Vorsitzende unter anderem auf folgende Themen ein:

- Erfolgreicher Werbeauftritt anlässlich der Grünen Woche in Berlin 2018.

- Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg. Thema TSE: Bernd Merscher richtete die dringende Bitte an die Landesverbände, rasch dem Beispiel Thüringens zu folgen und den betriebsspezifischen Weg zu beschreiten, da seitens des BMEL keine Unterstützung für eine bundes­weit greifende Lösung festzustellen sei.

- Erstellung eines Direktvermarkterverzeichnisses, dass von den Mitgliedern gut angenommen werde.

- Wolf und Herdenschutz.

- GAK-Fördergrundsatz „Gesundheit und Robustheit landwirtschaftlicher Nutztiere“: Hier sei eine Stellungnahme an das BMEL geschickt worden. Darin wurde kritisiert, dass unter anderem die Landeskontrollverbände die Mittel zwar nutzen können, dies jedoch nach wie vor für den Schaf- und Ziegensektor wegen des hohen Verwaltungsaufwandes kaum nutzbarer sei. Hier bestünde dringender Gesprächsbedarf mit dem BMEL.

- Zuchtfragen: Der BDZ-Vorsitzende lobte die gute Zusammenarbeit mit dem BMEL bei der Reform des Tierzuchtrechts und während der nationalen Umsetzung. Er dankte dem Zuchtleiterteam und insbesondere den beiden Tierzuchtreferenten der Bundesländer Bayern und Niedersachsen. Erfreulich sei auch die neue Mitarbeit der Landes­verbände Westfalen-Lippe sowie Rheinland beim OviCap-Herdbuch­programm.

Des Weiteren informierte Bernd Merscher über das maßgeblich von der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanzierte Projekt zur Erfassung und Schulung der Preisrichter (Zuchtrichter). Alle BDZ-Zuchtrichter sind auf der BDZ-Homepage und im Schäfereikalender veröffentlicht. Vorstellung der neuen Medaillen (gold, silber, bronze).

- Öffentlichkeitsarbeit: Auf der Homepage www.ziegen-sind-toll.com besteht die Möglichkeit, kostenfreie Anzeigen einzustellen. Dies darf gerne von den Mitgliedern der Landesverbände genutzt werden.

- Themen 2019: Teilnahme an der Grünen Woche 2019, Fortsetzung der bisherigen Themen, Planung der Tagungen 2019 und 2020. Hier bat der BDZ-Vorsitzende um inhaltliche Unterstützung. Im Zusammenhang mit dem Kassenbericht betonte Bernd Merscher, dass es wichtig sei, den Mitgliedsbeitrag regelmäßig um 2 % anzuheben, um die Kofinanzierung von Projekten langfristig sicherzustellen. Die Mitgliederversammlung beschloss vorerst, den Beitrag für das Jahr 2019 um 2 % anzuheben.

- Buren-Zuchtziel: Aufgrund der aktuell überarbeiteten Zuchtziele fand eine Diskussion über das Zuchtziel der Burenziegen insbesondere hinsichtlich der Zweistrichigkeit statt. Es lagen Anträge von Niedersachsen, Bayern und Hessen vor, eine längere Übergangsregelung bei der Erreichung der Zweistrichigkeit zu beschließen. Man einigte sich darauf, dass für dieses Thema der BDZ-Zuchtausschuss speziell für die Burenziege tagen sollte und hier jeweils ein vom Landesverband benannter hauptamtlicher sowie ehrenamtlicher Vertreter teilnehmen sollte.

Ein weiteres Thema war der Antrag von Baden-Württemberg zur Änderung der Mindestanforderungen bei der Pseudotuberkulose. Hier fasste die BDZ-Mitgliederversammlung den Beschluss, den Antrag an die „DVG-Fachgruppe Krankheiten“ weiterzuleiten. Wenn die Fachgruppe dem Wortlaut des Antrages zustimmt, werde der Antrag von der BDZ-Mitgliederversammlung beschlossen.

Letzte Auktion für Ziegenböcke in Butzbach

Seit den 70er Jahren wurden in Butzbach Auktionen/Märkte für kleine Wiederkäuer durchgeführt. Anfang August führten die „Kooperierenden Ziegenzuchtverbände“ zum letzten Mal ihren 16. Ziegenbockmarkt in Butzbach durch. Zum Auftrieb kamen Weiße und Bunte Deutsche Edelziegen, Thüringer Wald Ziegen und natürlich Burenziegen.

Alle Tiere kamen aus CAE-unverdächtigen Beständen und waren darüber hinaus klinisch und serologisch auf Pseudo-TBC mit negativem Ergebnis untersucht worden. Bis auf zwei Altböcke wurden der Kör- und Prämiierungskommission 19 Jungböcke und drei Jungziegen vorgestellt. Bei den fünf WDE-Jungböcken hatte die Kat.-Nr. 2 vom Möhling/ Biolandhof Mager, Karben, die Nase vorn. Ihm folgte ein Tier aus dem Stall Steffens, Langgöns. Von den prämierten BDE-Böcken erhielt ein Bock aus der Zucht Sieverdingbeck, Borken in Westfalen, den Ia-Preis, der Ib-Preis ging an die Kat.-Nr. 9 von Hartmann, Gelsenkirchen. Bei den Burenziegen konkurrierten sieben Böcke um den Titel. In der älteren Klasse siegte die Kat.-Nr. 22 von Neubrech, Guldental. Sieger dieser Rasse wurde ein sehr harmonischer, gut bemuskelter Bock von Fehrentz, Laubach.Obwohl Auktionator Paul Linscheid alle Register seines Könnens gezogen hatte, war der Verlauf der Auktion zögerlich und unbefriedigend. Es sind lediglich drei „Ausreißer“ erwähnenswert: Der WDE-Altbock von Prof. Steffens, Langgöns, erlöste mit 1150 Euro den Spitzenpreis, ein weiterer WDE-Jungbock, ebenfalls von Steffens, wechselte für 650 Euro den Besitzer. Der schon erwähnte BDE-Spitzenbock mit der Kat.-Nr. 11 ging für 950 Euro aus dem Ring. Alle weiteren Böcke erhielten den Zuschlag bei 400 Euro. Von den 22 im Angebot stehenden Ziegen und Böcken konnten nur zwölf abgesetzt werden. Bei der guten Qualität der Tiere, dem investierten Aufwand und der geringen Auftriebszahl ist die Verkaufsquote von 55 % unbefriedigend und nicht nachvollziehbar. Es liegt jetzt an den Beteiligten der Kooperation, die Verkaufssituation im Ziegensektor zu analysieren und gegebenenfalls einen neuen Standort für eine Ziegenauktion zu finden.

Helmuth Lange, LLH Wetzlar

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