Aktuelles

Bockauktionen 2018

Schafbockauktionen des Landesverbandes 2018 – Schleswig-Holsteinische Böcke unter dem Hammer

Der Hammer auf den Husumer Auktionen ist zum letzten Mal gefallen, daher ist es nun wieder an der Zeit Bilanz zu ziehen und einen Überblick über den Verlauf zu geben.

Der Auktionsreigen der Husumer Schafbockauktionen begann in diesem Jahr mit 169 Tieren der Rassen Blauköpfiges Fleischschaf, Suffolk und Swifter. Zuerst musste der Rassesieger der Blauköpfe gefunden werden. Die Prämierungskommission entschied sich für „Ladies first“ und erkor das Mutterlamm mit der Kat.Nr. 13 aus der Zucht von Heinz Hauschild, Jevenstedt, zur Rassesiegerin der Blauköpfe. Der Reservesieger, der Lammbock Kat.Nr. 12, kam aus dem gleichen Zuchtstall. Auch in diesem Jahr wurden wieder Preise von der Wirtschaftsvereinigung Deutsches Lammfleisch (WDL) für die besten Fleischschafe verliehen. Das Beson­dere an diesem Preis ist, dass der Käufer dieses Tieres einen Gutschein in Höhe von 100 € von der WDL erhält. Karl Olschewski, Vorstandsmitglied der WDL, befand den einjährigen Bock, Kat.Nr. 2, aus der Zucht von Jens Kohrs, Poppenbüll, zum WDL- Fleischsieger der Blauköpfe. Von den 13 aufgetriebenen Blauköpfen konnten alle Tiere für einen Durchschnittspreis von 505 € unter den Hammer gebracht. Der WDL-Fleischsieger erzielte dabei den Spitzenpreis der Blauköpfe von 700 €. Weiter ging es mit der Gruppe der Suffolks. Insgesamt 148 Tiere waren im Katalog aufgeführt, von denen 15 fehlten. Bei dieser Rasse war die Qualität so gut, dass gleich 39 einjährige Böcke die Prämierungsvoraussetzungen erfüllt hatten. Daher teilten die Richter, Gernand von Massow, Hans Michow Schröder und Ingo Penn, die Böcke in drei Gruppen. Bei der Wahl des Rassesiegers entschied sich die Jury für die Kat.Nr. 84, ein Lammbock aus der Zucht von Andreas Pirdzuhn, Todesfelde, der schon bei der Körung im Juli hervorstach und auch auf der Prämierung zeigte, dass er die Bestnoten 9/9/9 verdient hatte. Er ging für den stolzen Preis von 2.100 € aus dem Auktionsring. Das war allerdings noch nicht der Höchstpreis des Tages. Dieser lag 100 € darüber und wurde für den Jährlingsbock, Kat. Nr. 72, aus der Zucht von Kai Fischer, Sommerland, bezahlt. Nicht nur mit dem Spitzenpreis des Tages wurde die Zucht von Kai Fischer ausgezeichnet, sondern auch mit dem Reservesieg für den Jährlingsbock Kat.Nr. 71. Durch die durchweg gute Bemuskelung der Suffolks fiel die Wahl zum WDL-Sieger nicht leicht. Am Ende entschied sich der WDL-Vertreter für die Kat.Nr. 95 aus der Zucht Heinrich Schippmann, Steinburg. Insgesamt war die Auktion für die Suffolk-Züchter sehr erfolgreich. Nur 3 Tiere mussten zurück in den Züchterstall gebracht werden. 130 Tiere wechselten zu einem Durchschnittspreis von 576 € den Besitzer.

Von den 5 Swifter-Lammböcken aus der Zucht Hans-Helmut Schröder, Meggerdorf, konnten 4 zu einem durchschnittlichen Preis von 443 € unter den Hammer gebracht werden, wobei der erstplatzierte Lammbock, die Kat.Nr. 167, war und der teuerste Swifterbock, Kat.Nr. 164, für 550 € verkauft wurde.

Bei der Eröffnung der ersten Bockauktion 2018 stand dem Landes­verbands­vorsitzenden Karl-Henning Hinz neben der Nordfriesischen Lammkönigin Marleen Westensee, mit ihrer Lammprinzessin Heike Marit Carstensen, auch der stellvertretende Landrat von Nordfriesland, Florian Lorenzen, zur Seite. Zur größten Bockauktion in Deutschland waren wieder viele Schafhalter aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, was man auch an den unterschiedlichsten Dialekten - vom Bayerischen über Sächsisch bis hin zum ostfriesischen Platt – hören konnte. Somit ist Husum ein jährliches Reiseziel für Schafhalter aus ganz Deutschland.

Nach der erfolgreichen Premiere im vorigen Jahr kam auch dieses Mal die Amerikanische Versteigerung eines weiblichen Suffolklammes, zu Gunsten der Jungscheepers, bei den Zuschauern gut an. Diesmal schlug der Hammer bei 420 € zu, gerade als Janne Langhein ihre 10 € in den Topf warf. Damit ging Zaubermaus in den Stall der Jungzüchterin nach Katten-dorf. Einen herzlichen Dank an Paul C. Burgwald, der das Mutterlamm für diese Versteigerung zur Verfügung gestellt hat.

Zum Glück war der erste Tag, trotz aller Befürchtungen, dass die Auktionen aufgrund der schwierigen Wetterlage und den anderen Problemen wie z.B. den Wolfsübergriffen auf Eiderstedt, nicht so gut verlaufen würden, ein voller Erfolg. Damit konnten auch die nächsten beiden Tage, an denen die Texel erwartet wurden, starten.

Am Donnerstag trieben die Züchter aus Eiderstedt, Südwest- und Ostholstein ihre Tiere in der Messehalle auf. Alle Altersklassen mussten in zwei Gruppen unterteilt werden, da sehr viele Böcke zur Prämierung anstanden. Die Prämierungskommission, bestehend aus Angelus Brandt, Gernand von Massow und Karl-Henning Hinz, musste damit gleich aus 10 1a-Preisträgern den Rassesieger des Tages wählen. Sie entschieden sich für den Jährlingsbock, Kat.Nr. 223, aus der Zucht von Kai Fischer. Reservesieger wurde ein Lammbock (Kat.Nr. 255) aus der Zucht von Hans Erhard Luhn, Tetenbüll. Zum WDL-Fleischsieger wurde der 1a- Preisträger der jüngeren Lammbockgruppe, die Kat.Nr. 287 aus der Zucht von Jörg-Uwe Gloe, Warmhörn, erkoren, der mit 93 kg der schwerste Bock seiner Gruppe war. Den Käufern gefielen die Böcke dieser Zucht scheinbar auch sehr gut, so dass sie bereit waren zweimal über 2.000 € zu bieten. Auch der Rassesieger war kein Schnäppchen, sondern wurde für 1.300 € verkauft. Von den insgesamt 148 aufgetriebenen Tieren wechselten 118 Tiere, zu einem Durchschnittspreis von 578 €, den Besitzer. Leider mussten 30 Tiere den Heimweg antreten. Auch der Freitag stand ganz im Zeichen unserer größten Rasse, den Texeln. Am zweiten Texeltag kamen die Rassevertreter aus Dithmarschen, Husum, RD/ECK und Südtondern in den Ring. Karl-Dieter Fischer, Torsten Bährs und Hans Erhard Luhn bildeten die Prämierungskommission und hatte alle Hände voll zu tun, denn auch an diesem Tag mussten die Altersgruppen geteilt werden. Zum Sieger des Tages wurde der Jährlings-bock, Kat.Nr. 362, aus der Zucht von Niels Löbkens, Kleve/Hehm, erkoren. Dieses Prämierungsergebnis schien auch die Käufer zu motivieren und somit kam es zu dem Spitzenpreis von 2.200 €. Der Bock wird zukünftig in Nordrhein-Westfalen zum Einsatz kommen. Auch der Reservesieger, ein junger Lammbock, Kat.Nr. 476, aus der Zucht von Ingo Jäger, Averlak, wußte der Jury und der Käuferschaft zu gefallen und erhielt das Gebot von 1.550 €.

Der Lammbock, Kat.Nr. 413, aus der Zucht von Hans Albert Andresen, West-Bargum, wurde 1a-Preisträger der mittleren Lammbockgruppe und aufgrund seiner außerordentlichen Bemuskelung und seines Gewichtes von 81 kg zum WDL-Fleischsieger ernannt. Für 1.600 € verließ dieser Bock die Küste und trat einen weiten Weg nach Bayern an. Der zweite Texeltag endete mit einem Durchschnittspreis in Höhe von 540 € bei 119 verkauften und 26 nicht-verkauften Tieren.

Am Samstag, dem letzten Bockauktionstag, zeigte die schleswig-holstei-nische Schafzucht ihre bunte Rassevielfalt. Neben den Weißköpfigen und Schwarzköpfigen Fleischschafen wurden auch die Rassen Charollais, Zwartbles, sowie die Landschafrassen Ouessant, Coburger Fuchsschaf und Bentheimer Landschaf aufgetrieben. Schon früh strömten viele Schaf-halter und Interessierte in die Messehalle, so dass sich die Rassesieger einem breiten Publikum präsentieren konnten. Den Anfang machten die prämierungsfähigen Tiere von den 62 angemeldeten Weißköpfen. Die Prämierungskommission, bestehend aus Christian Lorenzen-Nissen, Hans Michow Schröder und Hardy Marienfeld, entschied sich bei unserer traditionellen Rasse für den Sieger mit der Kat.Nr. 514 aus der Zucht von Kai Fischer, Sommerland. Dieser Jährlingsbock erhielt den höchsten Zuschlagspreis der Auktionen 2018 von 2.650 €. Das ein Weißkopfbock der teuerste Bock der Auktion wird, hätte wohl niemand vorher gedacht. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass dies der letzte Weißkopfbock aus dem Hause Fischer gewesen ist. Zum Reservesieger und zum WDL-Sieger wurde der Lammbock, Kat.Nr. 520, aus der Zucht Jörg-Uwe Gloe ernannt, der durch seinen Rahmen und seiner Länge ins Auge stach. Er erhielt das Gebot von 1.000 €. Der Durchschnittspreis der diesjährig sehr gut verlaufenden Weißkopfauktion betrug 594 € und 54 von 58 Tieren wechselten den Besitzer.

Bei den Schwarzköpfigen Fleischschafen waren insgesamt 8 Tiere auf der Auktion aufgetrieben. Zur Rassesiegerin wurde das Mutterlamm mit der Kat.Nr. 554 aus der Zucht von Jürgen Schlüter, Sommerland, ernannt, die für 380 € versteigert wurde. Der Reservesieger (Kat.Nr. 549) sowie der WDL-Fleischsieger (Kat.Nr. 550) wurden beide von der Familie Michael Dohrn, Friedrichskoog, vorgestellt. Das höchste Gebot von 600 € wurde für den WDL-Sieger zugeschlagen.

Die vier im typstehenden Coburger Füchse aus der Zucht von Frauke Wechselberg, Neutestorf, waren alle für die Prämierung zugelassen. Leider war der Markt in Husum in diesem Jahr für die Füchse sehr schwierig, so dass nur ein Bock für 350 € einen neuen Besitzer erhielt. Selbst der Rassesieger, Kat.Nr. 557, erhielt kein Gebot.

Bei der kleinsten Schafrasse der Welt, den Ouessant, standen gleich 3 Vertreter im Ring. Sieger wurde der einjährige Bock, Kat.Nr. 559, von Klaus Rainer Schwormstede, Schellhorn, gefolgt von dem Reservesieger, Kat.Nr. 561, aus der Zucht von Willi Hüllmann, Seestermühe, der für 50 € verkauft wurde.

Von den sieben Bentheimer Landschafen konnten auf der Auktion vier Tiere verkauft werden. Dabei kam der Rassesieger mit der Kat.Nr. 562 aus der Zucht von Hauke Reimers, Tating, für 350 € unter den Hammer.

Fünf Zwartbles traten für den Wettbewerb an. Der schönste Zwartbles- Lammbock, Kat.Nr. 572, wurde in diesem Jahr von Jennifer Haalck, Linden, gestellt. Aus der selben Zucht stammt auch der WDL-Sieger, die Kat.Nr. 569. Dieser wurde für 650 € als teuerster Zwartbles-Bock ver-auktioniert.

Von den 70 im Katalog gemeldeten Charollais fanden nur 56 den Weg nach Husum. Bei dem höchsten Durchschnittspreis der gesamten Auktion von 605 € wurden 55 Tiere verkauft. Dies spricht für die gute züchterische Entwicklung dieser Rasse, die insbesondere in der Äußeren Erscheinung einen enormen Sprung nach vorne gemacht hat. Der schwerste Charollais-Bock des Tages, die Kat.Nr. 574, aus der Zucht Anke Anderberg und jetzt im Besitz von Andreas Pirdzuhn, Todesfelde, wurde von der Jury zum Rassesieger bestimmt. Reservesieger (Kat. Nr. 583) und WDL-Fleisch-schafsieger (Kat.Nr. 586) stammten beide aus der Zucht von Jörg Langhein. Der Reservesieger war mit 1.800 € der teuerste Charollais-Bock und da er in eine Schleswig-Holsteinische Zucht ging, hoffen wir die Nach-kommen im nächsten Jahr auf der Auktion zu sehen.

Über alle vier Auktionstage konnte unser Auktionator Alf-Thomas Feddersen somit 512 Tiere zu einem Durchschnittspreis von 564 € unter den Hammer bringen. 73 mal musste er Tiere ohne Gebot aus dem Ring schicken. Besonders hervorzuheben sind die 36 Gebote, die er über 1000 € gebracht und mit einem Fässchen Bier belohnt hat. Für jeden Bock hatte er den passenden Schnack und entlockte damit auch manches mal die letzten 50 €.

Neben den vielen Schafhaltern waren auch zahlreiche Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen in die Messehallen gekommen, welche uns an unterschiedlichen Tagen begleitet haben und dadurch die Vielfalt der Rassen festgehalten werden konnte.

Die Lammkönigin Marleen Westensee begleitete die Auktionen an allen Tagen. Weiterhin konnte der Landesverband zahlreiche Ehrengäste, darunter Oliver Kumbartzky von der FDP- Fraktion, Klaus Jensen von der CDU-Fraktion und den Bürgermeister der Stadt Husum, Uwe Schmitz, begrüßen. Die Züchter der Rassesieger wurden jeweils mit einem Ehren-preis des MELUND des Landes Schleswig-Holstein, sowie mit einer Medaille bzw. Plakette der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Die Züchter der Reservesieger erhielten jeweils den Ehrenbecher des Landesverbandes. Für die Stiftung dieser Preise danken wir recht herzlich, da sie doch eine besondere Anerkennung für die Arbeit der Züchter darstellen!

Allen Züchtern an dieser Stelle nochmals herzliche Glückwünsche und ein großer Dank an die Prämierungskommissionen und Karl Olschewski für ihre objektive Beurteilung!

Nach dem letzten „zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten“ ging es ans Aufräumen! Die Messehalle musste wieder direkt und komplett durch den Landesverband gereinigt werden. Dank vieler Helfer ging das Aufräumen und das Reinigen schneller als gedacht und die Auktionen in Husum 2018 konnten als beendet erklärt werden. Allen Helfern dafür einen riesen-großes DANKESCHÖN!!

Trotz der angespannten Situation der Schafhaltung war die Stimmung bei Züchtern und Käufern an allen vier Tagen durchweg gut. Und so wurden die Auktionstage in Husum wieder genutzt, um mit alten Bekannten zu "schnacken" und sich über die neuesten Entwicklungen in der Schaf-haltung zu informieren. Im Vergleich zur Auktion 2017 lagen die Durch-schnittspreise an fast allen Tagen höher, allerdings mussten dieses Jahr leider auch mehr Böcke wieder nach Hause fahren. Für gute Qualität wurden auch gute Preise bezahlt und dies ist für alle Käufer auch wichtig, denn der Bock ist die halbe Herde.

Der Landesverband möchte sich bei allen Helfern und Mitarbeitern für ihre tatkräftige Unterstützung bedanken, ohne die die Auktionen in Husum bestimmt nicht so reibungslos verlaufen wären! Vielen Dank auch an die Sponsoren der Stadt Husum, der Ringagentur Westküste und der Firma Havens! Nicht zuletzt ein großer Dank an Alf-Thomas Feddersen, der wieder an allen vier Tagen die Auktionen locker und souverän geleitet hat!

Erfolgreicher Landschaftag - Großer Aufmarsch in Warder

Am 15. September trafen sich die Landschafzüchter aus Schleswig-Holstein und Hamburg zum Landschaftag im Tierpark Arche Warder. Der Wetterbericht hielt leider was er versprach. Die erste Regendusche ließ nicht lange auf sich warten. Doch zum Glück wurde das Wetter danach freundlicher, so dass mit der Körung bei guter Stimmung begonnen werden konnte.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 71 Tiere in zwei Ringen beurteilt. Zudem stand noch der Jungzüchterwettbewerb an. Die Mitarbeiter des Landes-verbandes Tanja Herrmann und Katharina Mextorf nahmen die 16 Kinder und Jugendlichen herzlich in Empfang und betreuten sie bei ihren Aufgaben. Denn zum ersten Mal gab es einen zusätzlichen Wettbewerb für die fortgeschrittenen Jungzüchter. Diese mussten schon am Morgen einen Fragebogen mit 20 Fragen ausfüllen, der mit in die Bewertung einfloss. Danach hatten sie Zeit sich in Teams für die Vorführung im Ring vorzubereiten.

Aber zuerst standen die Körungen der Böcke und die Herdbuchaufnahmen der weiblichen Schafe an. Anke Mückenheim und Hardy Marienfeld nahmen die Rassen Walliser Schwarznasenschaf, Gotländisches Pelz-schaf, Rauhwolliges Pommersches Landschaf, Bentheimerlandschaf und die Coburger Fuchsschafe unter die Lupe. Frauke Wechselberg und Janine Bruser hatten es dagegen mit den Vertretern der Rassen Graue Gehörnte Heidschnucke, Weiße Hornlose Heidschnucke, Skudde, der Rhönschafe sowie den Ouessant zu tun. Bewertet wurden die Tiere nach ihrer Wollqualität, Bemuskelung und der Äußeren Erscheinung. In beiden Ringen zeigte sich insgesamt eine sehr gute Qualität der Schafe und Böcke, so dass die Beurteilung den Richtern oft schwer fiel. Bis zum Mittag waren alle Bewertungen dann aber doch pünktlich geschafft!

Nach einer kleinen Stärkung war endlich der große Auftritt für die Jungzüchter gekommen. Unter den Blicken ihrer aufgeregten Eltern zogen die Jüngsten mit ihren Schafen in den Ring vor die strenge Jury. Hardy Marienfeld und Janine Bruser stellten den Kindern und Jugendlichen kniffelige Fragen rund um das Thema Schaf. Nina (6) und Deik (8) Reimers, Sven (5) und Leif (7) Eismann, Hans Paul Weiss (8), Hagen Sievers (8), Kristian Görtz (8), Yannika Diekmeyer (10), Emilija Furken (11), Ryan Kleinfeld (12) sowie Per Janne und Stina Gudlowski (13) zeigten den Richtern ihr Schafs-Know-How, konnten die Fragen beant-worten und banden ihr Schaf mit einem gekonnten Knoten an. Einige der Antworten der Jungzüchter ließ selbst die strengen Richter schmunzeln und auch das Publikum fieberte gespannt mit. Bei den fortgeschrittenen Jungzüchtern hatten sich zwei Teams gebildet, die nun gegenseitig ihre Tiere im Ring beurteilen mussten. Jannis Nagel (13) und Marit Sievers (10) bewerteten jeweils das Schaf des Anderen im Ring wie die Profis. Man merkte, dass sie den Vormittag genutzt hatten, um zu üben und so konnten sie auch die Fragen flüssig beantworten. Auch das zweite Team, Livija Furken (14) und Neo Marcel Recht (14), hatte sich gut vorbereitet. Mit guten Argumenten kamen sie schnell zu den Noten für Wolle, Bemuskelung und Äußere Erscheinung, wobei sie auf kleine Mängel im Fundament oder in der Wolle hinwiesen. Bei der Siegerehrung wartete jeder Teilnehmer gespannt, ob er es unter die ersten drei geschafft hatte. Auch wenn es der Jury sehr schwer fiel ein Urteil zu fällen, weil alle Kinder eine herausragende Leistung gezeigt hatten, mussten sie sich am Ende entscheiden. Platz eins ging an Stina Gudlowski, gefolgt von Nina Reimers und Kristian Görtz. Bei der Premiere des Wettbewerbes für fortge-schrittenen Jungzüchter ging der erste Preis an Jannis Nagel knapp vor Marit Sievers und Livija Furken. Alle Jungzüchter erhielten neben dem großen Lob und Gratulationen eine Stallplakette und eine Geschenketüte. Auch die Schafe gingen nicht leer aus und erhielten für ihre Leistung ein Geschenk aus dem Hause Stöfen.

Die Jungzüchter hatten gut vorgelegt, daher schnellte auch der Puls bei den Erwachsenen nun in die Höhe, denn die Prämierungen der besten Tiere der Körung standen an. Nur Tiere mit einer Benotung von mindestens 7 werden zur Prämierung zugelassen. Während man bei der Körung die Schafe und Böcke einzeln sieht und beurteilt, richtet man bei der Prämierung die Tiere je nach Rasse und Altersklasse in Gruppen. So hat man einen besseren Vergleich und manchmal auch einen anderen Blick als bei der Körung. Bei der Prämierung wurden alle Tiere in einem Ring rangiert.  Bei den Grauen Gehörnten Heidschnucken war leider nur ein Mutterschaf zur Prämierung zugelassen. Die Kat.Nr. 6 aus der Zucht von Astrid Holst, Wulfsmoor, erhielt einen 1. Preis und war somit auch zur Rassesiegerin erkoren worden. Die Graue Gehörnte Heidschnucke stammt aller Wahr-scheinlichkeit nach vom Mufflon Sardiniens und Korsikas ab. Ursprünglich beweidete sie den großen Lebensraum der "Heideschafe des Nordens". Dieser erstreckte sich von der Bretagne über Schottland, Norddeutschland und Skandinavien bis nach Sibirien. In Norddeutschland hat sie sich seit Jahrhunderten auf den trockenen Heidestandorten des Lüneburger Raumes durchgesetzt. Noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Graue Gehörnte Heidschnucke die bedeutendste Nutztierart in dieser Region. Sie ist in beiden Geschlechtern gehörnt, bei den Widdern formt sich das Gehörn zur Schnecke. Die Weißen Hornlosen Heidschnucken entwickelten sich wahrscheinlich durch Einkreuzung einer hornlosen, schlichtwolligen Landschafrasse in die Population der grauen gehörnten Heidschnucke. Nach langer Zeit konnten die Richter wieder einen Vertreter dieser Rasse im Ring beurteilen. Die Neuzüchterin Annika Frenzke, Sarlhusen, zeigte einen wirklich schönen Lammbock (Nr.10) aus der Zucht von Thomas Halanke aus Niedersachsen. Er wurde mit den Noten 8/8/8 bewertet und erhielt verdient einen 1. Preis und damit den Rassesieg.

Als „Heidschnucke der Masuren" ist die Skudde eine bodenständige Rasse Ostpreußens und des Baltikums. Sie gehört zu der Gruppe der kurzschwänzigen, nordischen Heideschafe und kam als nächstes in den Ring. Gleich drei Züchter zeigten den Besuchern die Farbenvielfalt dieser Rasse, denn Skudden können in vier Farbschlägen auftreten. Der schwarze Jährlingsbock (Nr.13) aus der Zucht von Heide Voeltz und Norbert Wetphal, Horst, musste es mit weißen Vertretern dieser Rasse aufnehmen. Er konnte sich durchsetzen, denn er wurde vor seiner Konkurrentin, ein Mutterschaf (Nr.15) aus der Zucht von Jürgen Bauer, Tarp, zum Rassesieger gekürt.

Die Coburger Fuchsschafe sind eine alte Landschafrasse, die im 19. Jahr-hundert weite Teile der europäischen Mittelgebirge besiedelte. Die fuchs-farbigen Schafe waren unter vielen Namen bekannt; so finden wir Gold-füchse, Eisfelder Fuchsschafe, Eifeler Schafe, Ardenais oder Welsh Mountain Sheep. Bei dieser Rasse traf man den frisch gebackenen Jung-züchtersieger, Jannis Nagel, Schmalensee, wieder im Ring. Er hatte seine Schafe aus der Zucht Frauke Wechselberg, Neutestorf, für die Schau sehr gut herausgebracht, so dass die Jury sein Schaf (Nr. 23) zur Rasse-siegerin ernannte. Da sie noch aus der selben Zucht stammen, war Frauke Wechselberg nicht böse, dass ihr Bock (Nr.20) nur zum Reservesieger ernannt wurde.

Nicole Potyka, Hamburg, brachte 2 Vertreter der Rasse Rhönschaf mit. Als „Mouton de la reine" (Fleisch der Königin) schon Anfang des Jahrhunderts in Paris geschätzt, hat diese Rasse im Ursprungsgebiet in Ost- und West-deutschland allen „Zeichen der Zeit" zum Trotz überlebt. Beide Mutter-lämmer waren für die Prämierung zugelassen, wobei sich die Jury für Nr. 25 zur Rassesiegerin entschied.

Die kleinste Schafrasse der Welt, die Ouessant, erfreut sich immer größe-rer Beliebtheit auch bei uns im Norden. Daher war die Konkurrenz bei dieser, von der Atlantikinsel Ile d´Ouessant vor der Westküste Frankreichs stammende, Schafrasse sehr groß. Gleich sieben Züchter stellten 13 Tiere zur Schau vor, so dass ein lebhaftes Durcheinander im Ring entstand. Die Richter wussten die Menge aber zu rangieren und stellte das Mutterlamm (Nr. 41) aus der Zucht von Heike Sievers, Erfde, ganz nach vorne. Zum Reservesieger ernannten sie einen Lammbock (Nr. 30) aus der Zucht von Ryan und Arlett Kleinfeld, Brunsbüttel, die auch zum ersten Mal in Warder mit dabei waren.

Die Walliser Schwarznasenschafe aus der Schweiz werden im Volksmund auch „Ghornuti“ genannt – „gehörnte Schafe“. Beide Geschlechter tragen wunderschöne, spiralförmig gedrehte, Hörner, die vom Kopf seitlich abstehen. Je älter die Tiere sind, desto länger können diese Hörner werden. Dies sah man auch bei unseren beiden Repräsentanten. Peter Sellhorn, Rausdorf, führte uns einen einjährigen Bock vor, wohingegen Kai Meyer, Preetz, ein nicht minder beeindruckendes Mutterlamm zeigte. Nach einer kleinen Diskussion siegte der Bock (Nr.49).

Gotländische Pelzschafe oder Pälsullschafe sind eine relativ neue Rasse, die in den 1920er Jahren entstanden sind. Sie gehört zu den nordischen Kurzschwanzschafen und wurde durch Züchtungsarbeit aus den ursprüng-lichen Schafbeständen Gotlands, den sogenannten Freiweideschafen (Utegångsfår), entwickelt. Familie Gudlowski, die erst vor einem Jahr mit der Zucht begonnen hat, zeigte gleich zwei beeindruckende Mutterschafe. Beide Schafe wurden mit den Traumnoten 9/9/9 und 9/9/8 ausgezeichnet. Damit ist der Grundstein einer zukunftsfähigen Züchtung gelegt worden. Das Mutterschaf mit den Bestnoten (Nr. 53) wurde auch zur Rassesiegerin ernannt und sollte auch noch weitere Auszeichnungen an diesem Tag erhalten.

Danach bevölkerten die Rauhwolligen Pommerschen Landschafe den Ring. Diese Rasse ist wahrscheinlich aus der Kreuzung des Hannoverschen Schafes mit dem Zaupelschaf entstanden und kommt ursprünglich aus Pommern und den vorgelagerten Inseln. Mit 160 Herdbuchtieren und 14 Züchtern ist das Pommerschaf die größte Landschafrassen in Schleswig-Holstein. Dementsprechend groß waren auch die aufgetriebenen Gruppen. Von den 20 gekörten Tieren wurden 15 prämiert. Die Wahl fiel der Kommission also nicht leicht. Obwohl die Gruppe der Mutterschafe durch Anzahl und Qualität überzeugen konnten, wurde der einjährige Bock (Nr.58) aus der Zucht von Anna Wegener, Dakendorf, zum Rassesieger ernannt. Und auch der Reservesieg ging an einen männ-lichen Vertreter dieser Rasse, an den Lammbock (Nr.58A) aus der Zucht von Arne Articus-Roth, Wisch.

Dr. Andrea Boldt-Lynsche zeigte uns sehr typische Vertreter der Bentheimer Landschafe, eine alte regionale Schafrasse, die aus der Kreuzung von schlichtwolligem Marschschaf aus der Provinz Drenthe/ Niederlande mit Heideschaf entstanden ist. Sie ist vorwiegend im westl-ichen Niedersachsen mit dem Haltungsschwerpunkt Grafschaft Bentheim/ Emsland verbreitet. Das Publikum konnte sowohl einjährige Böcke als auch ein Mutterschaf sowie etliche Mutterlämmer bei der Körung und der Prämierung bewundern. Der einjährige Bock (Nr.81), der sich seit seiner Körung im Juli enorm entwickelt hat, wurde mit dem Rassesieg ausgezeichnet. Den Reservesieg schnappte sich das Mutterschaf (Nr.84A).

Zum Abschluss fand sich die Jury noch einmal zusammen, um Mr. und Mrs. Warder 2018 zu finden. Als Neuerung hatten die Richter dieses Mal Karten mit Punkten von 1 bis 4 in der Hand und bewerteten alle Rasse-sieger unabhängig voneinander. Die Punkte der Richter wurden dann addiert und das Tier mit den meisten Punkten hatte gewonnen. So war der Wettbewerb für die Züchter und das Publikum nachvollziehbar und spannend. Bei dem Gotländischen Pelzschaf (Nr.53) zeigten alle Richter die Karte mit der Note 4 hoch, so dass das Mutterschaf aus der Zucht von Familie Gudlowski mit voller Punktzahl zur Mrs. Warder 2018 ernannt wurde. Die Züchter erhielten für diese Leistung die Medaille der Landwirtschaftskammer und eine Plakette der Vereinigung Deutscher Landeschafzuchtverbände (VDL). Auch bei den Böcken hatte die Jury die Creme de la Creme mit den vier Rassesiegern vor sich. Daher müssen die Punkte natürlich nicht wie die Noten bei der Körung gesehen werden, denn es ist ein Vergleich der Tiere auf hohem Niveau. Mit 13 Punkten ging der Titel Mr. Warder 2018 an den Rassesieger bei den Skudden (Nr.13) aus der Zucht von Heide Voeltz und Norbert Westphal. Die Züchter wurden auch mit einer Plakette der VDL honoriert.

Leider zogen bei der Wahl des Wollsiegers dunkle Wolken auf und das Richten wurde schneller durchgezogen, als das es dem besonderen Stellenwert der Wolle bei den Landschafen entsprochen hätte. Jeder Richter suchte sich ein Schaf als potentiellen Kandidat aus, so dass 4 Schafe mit besten und sehr unterschiedlichen Wollen zur Wahl standen. Die meisten Punkte gingen dabei an das Gotländischen Pelzschaf (Nr.54) aus der Zucht von Familie Gudlowski, die absolut dem Zuchtziel entsprach und durch die Lockenpracht überzeugte. Dafür erhielten sie den Silberteller des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung. Zum ersten Mal gab es noch zusätzlich einen Reservewollsieger, dieser Titel ging an das Ouessant Mutterschaf (Nr.40) aus der Zucht von Heike Sievers. Da der Regen sehr heftig wurde, waren alle Züchter froh sich schnell ins Trockene retten zu können. Neben hervorragenden Tieren der unterschiedlichsten Landschafrassen, die die Kommission und die Zuschauer bewundern durften und einem grandiosen Jungzüchterwettbewerb war das vielfältige Rahmenprogramm einen Besuch des Landschaftages wert. Der Tierpark Arche Warder bot ein einzigartiges Ambiente für die vielen Schafrassen und lockte trotz des Wetters einige Besucher. Bei einer Tombola konnten die Besucher tolle, von den Ausstellern gestiftete, Preise gewinnen. Die kleinen Verkaufs-stände für Wollartikel und die Spinnerinnen, die über ihr Handwerk informierten, Verarbeitungsprodukte und sonstige wunderbare Artikel rund um das Schaf rundeten das bunte Bild ab. Durch das große Engagement der Züchter, die fleißig gebacken hatten, konnten am Schluss noch Kaffee und Kuchen bei einem gemütlichen Beisammensein verzehrt werden. Durch die Züchter, die ihre Tiere sehr gut für die Ausstellung vorbereitet hatten, die Prämierungsrichter, die schnell und sorgfältig ihre Arbeit verrichteten und die vielen Helfer, insbesondere Carolin Reimertz, war der Landschaftag 2018 wieder eine rundum gelungene Veranstaltung.

Zahlreiche Zuschauer bei der Auktion in Kollmar

Die letzte Auktion des Landesverbandes fand am Samstagabend, den 22. September wieder in der Reithalle Thormählen in Kollmar statt. Zu den 32 Tieren der Rassen Suffolk, Weißkopf, Texel und Charollais im Katalog wurden noch 3 Böcke, die in Husum nicht verkauft werden konnten, zur Versteigerung angeboten, genauso wie zwei Dorper-Böcke, die schon auf der Auktion in Haus Düsse (NRW) vorgestellt wurden. Ein Border-Leicester-Bock und ein Shropshire-Bock, die beide nur zur Körung mitgebracht wurden, füllten auch die letzten aufgebauten Hocks. Zuerst wurden die Tiere gekört und prämiert, danach ging es ans Versteigern. Die Reithalle füllte sich während der Körung immer mehr. Sehr viele Schaf-halter und Besucher hatten sich zu diesem Schafabend auf den Weg gemacht, um die letzten Böcke in diesem Jahr zu ersteigern oder aber auch nur ein interessiertes Gespräch unter Kollegen zu führen. Birgit Rohlfs und Uwe Kühl mit ihrem Team sorgten für leckere Verpflegung, so dass die Zeit bis zur Prämierung und Versteigerung wie im Flug verging. Bei der Prämierung überzeugten folgende Tiere die Prämierungs-kommission, Hans Michow Schröder, Janine Bruser und Karl-Henning Hinz und wurden zum jeweiligen Rassesieger erkoren: Kat.Nr. 644 im Besitz von Ingo Falkenhagen und aus der Zucht von Jörg-Uwe Gloe (Weißkopf- Altbock) sowie Nr. 665 aus der Zucht von Kai Fischer (Suffolk- Lammbock). Der einjährige Border-Leicester Bock aus der Zucht von Jürgen Schlüter und ein Dorper- Bock von Uwe Kühl erhielten beide jeweils einen ersten Preis. Um 18.00 Uhr begann unser erfahrener Auktionator Kalli Fischer aus Sommerland mit der Versteigerung der Böcke und Schafe. Er machte seine Sache gut, denn bis auf ein Tier konnte er alle aufgetriebenen Tiere unter den Hammer bringen. Der Durchschnitts-preis lag dabei bei 308,00 €, wobei der 1a prämierte Lammbock (Nr. 646) aus der Zucht von Kay Poggensee, mit einem Gebot von 450,00 € als teuerster Bock den Besitzer wechselte. So ging auch die letzte Bockauktion 2018 erfolgreich zu Ende.

Wiedereinführung der Weideprämie

Anlässlich der Sitzung des VDL-Arbeitskreises Wirtschaftlichkeit in der Lammfleischerzeugung im Dezember in Kassel, zu der W. Neumann, Vorsitzender des VDL-Arbeitskreises, eingeladen hatte und an der die meisten der Landesverbandsvertreter der VDL teilgenommen haben, wurden wichtige Feststellungen getroffen und Beschlüsse gefasst.

Das von der Landw. Rentenbank geförderte Projekt zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit in der deutschen Schafhaltung wurde deutlich weiter-entwickelt. Nach der Literaturrecherche wurde der Kontakt und die Auswertung der in den Bundesländern aktiven Beratungseinrichtungen aufgenommen und die dort gewonnenen Untersuchungsergebnisse hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit für das Projekt geprüft und den Teilnehmern vorgestellt. Weiteres wichtiges Thema war die zukünftige Nutzung bzw. Umsetzung der GAP für den Schaf- und Ziegensektor. Reicht die bisherige Regelung über Flächenprämie und Agrarumweltprogramme oder sollte wie in anderen EU-Ländern doch der Kampf in Richtung gekoppelte Zahlung wieder aufgenommen werden und was sind die damit verbundenen verbandlichen Arbeitsschritte für VDL und Mitgliedsverbände. Eine entsprechende Beschlussvorlage sollte der VDL-Mitgliederversammlung im Mai 2018 vorgelegt werden.

Auf der Telefonkonferenz des VDL-Arbeitskreis Wirtschaftlichkeit im Januar beschäftigte man sich mit der nächsten Agrarreform. Ausgangs-situation war die Überlegung, für die Agrarreform 2020, eine gekoppelte Weidetierprämie (nutzbar für Schafe und Ziegen) einzufordern. Bis zur Mitgliederversammlung der VDL im Mai 2018 soll eine entsprechende Beschlussvorlage vom Arbeitskreis erarbeitet werden. Der Gedanke einer Weidetierprämie wird mit dem Argument gespeist, dass für diesen Bereich auch seitens der Mutterkuhhaltung Unterstützung zu erwarten wäre. Andererseits würden damit natürlich die erforderlichen Mittel zur Finan-zierung auch höher ansteigen. Andere Überlegungen gingen in die Richtung nur speziell für Schafe und Ziegen die gekoppelte Prämie zu fordern, zumal hier als Argument der zu befürchtende Verlust der gesell-schaftlichen Leistungen im Rahmen des Küstenschutzes und der Landschaftspflege verloren geht, wenn nicht durch die gekoppelte Prämie eine bessere Einkommenssituation für die Schaf- und Ziegenhaltung geschaffen wird. Weiterhin wurde angeregt, aufgrund der äußerst schwierigen finanziellen Situation in der Schafhaltung, konkret darüber nachzudenken auch kurzfristig die Wiedereinführung einer gekoppelten Prämie als Verbandsforderung zu entwickeln. Möglich wäre z.B. die Einführung einer Prämie ab 2019, wenn die Bundesregierung bis zum 1. August 2018 eine entsprechende Mitteilung, gemäß der Verordnung über die Direktzahlungen, an die EU-Kommission richten würde. Die Teilnehmer der Telefonkonferenz waren sich relativ schnell einig, dass als Grundlage hierfür eine vorliegende Ausarbeitung aus dem Landes-ministerium in Thüringen genutzt werden kann, die ggf. um bisherige Aussagen der VDL ergänzt werden sollte.

Am Beispiel Thüringens wurde exemplarisch dargestellt, wie die Finan-zierung einer zusätzlichen, gekoppelten Prämie für Schafe und Ziegen in Höhe von bespielsweise 25 Euro pro Muttertier zusätzlich zur Flächen-prämie, finanziert über die 1. Säule, möglich wäre. Es geht bei den Überlegungen zur Wiedereinführung einer gekoppelten Kopfprämie also nicht darum anstatt der Flächenprämie die gekoppelte Prämie einzuführen, sondern diese zusätzlich zur Flächenprämie zu erreichen, um die wirt-schaftlich angespannte Situation in der Schaf- und Ziegenhaltung aufzufangen. Der Arbeitskreis wird sich mit diesem Thema bereits auf seiner nächsten Sitzung am 20. Februar 2018 in Kassel intensiv befassen und versuchen, rechtzeitig vor der VDL- Mitgliederversammlung, den Mitgliedsverbänden eine Beschlussvorlage vorzulegen.

In ganz Europa ist der Schaf- und Ziegensektor aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit gefährdet. Gleichzeitig ist die Schaf- und Ziegenhaltung aber in einigen Gegenden Europas die einzige Möglichkeit viele Flächen zu nutzen und damit fast die Haupteinnahmequelle der Menschen dort. Wegen ihrer besonderen Bedeutung wäre es dramatisch, wenn die Schaf- und Ziegenhaltung zusammenbrechen würde. Deshalb hat die EU ein Förderinstrument zur Erhaltung bedrohter Sektoren geschaffen, sofern sie eine besondere soziale, wirtschaftliche oder ökologische Bedeutung haben. Das war der ausdrückliche Wunsch aller Mitgliedsstaaten – außer Deutschland.

Eine Beweidungsprämie über die zweite Säule ist schwer finanzierbar und dazu lediglich ein Kostenersatz für entgangene Erträge oder Mehr-aufwendungen z. B. durch extensive Bewirtschaftung. Ein Schadens-ausgleich hilft den Betrieben nicht weiter. Außerdem stammen die Zahlungen aus der ersten Säule zu 100 % aus dem EU-Haushalt. Sie müssen also nicht mit Geld aus den Bundesländern aufgefüllt werden. Damit sind sie für eine Agrarförderperiode von fünf Jahren sicher, egal wie es um den deutschen Haushalt bestellt ist.

Die Weidetierprämie ist eine Ergänzung zu den bestehenden Zahlungen der Agrarförderung, also zusätzlich zur Flächenprämie.

Europaweit stößt die Haltung Deutschlands auf Unverständnis. Aber auch im Land gibt es immer mehr Entscheider aus Politik und Verwaltung, Flächenverantwortliche, Organisationen aus Umweltschutz und Tierschutz, die sich an unserer Seite für die Einführung der Weidetierprämie in Deutschland einsetzen. Zuletzt stützten über 30 Organisationen unseren Aufruf.

Wie wird die Weidetierprämie bemessen?

Es zählen nur Mutterschafe, weil deren Bestand erhalten werden soll. Lämmer sind nicht förderfähig. Maßgeblich ist der höchste Bestand in den letzten fünf Jahren vor Prämieneinführung.

Warum kann die Weidetierprämie nicht auf die Fläche berechnet werden?

Mit der Weidetierprämie soll der Bestand an Schafen und Ziegen gesichert werden, weil sie für gesellschaftliche Aufgaben unersetzbar sind. Das ist WTO-kompatibel. Es gilt nicht als Wettbewerbsverzerrung. 

 

Entwürfe für neue Satzungen und Zuchtprogramme erstellt

Die EU-Tierzuchtverordnung 2016/1012 erfordert für alle anerkannten Zuchtorganisationen in verschiedenen Bereichen Anpassungen der Satzungen, der Zuchtprogramme und der bisherigen Zuchtbuch-ordnungen.

Innerhalb der Bundesverbände VDL und BDZ haben sich sechs Zuchtleiter gefunden, die zusammen mit Frau Dr. Waßmuth und Frau Unterseher-Berdon von den Genehemigungsbehörden in Niedersachsen und Bayern Muster für die künftig erforderlichen Satzungen und Zuchtprogramme entwerfen. Die Muster werden über die VDL und BDZ als Empfehlung an alle bundesdeutschen Schaf- und Ziegenzuchtverbände geschickt.

Bis zum 1. November 2018 müssen alle erforderlichen Satzungsänderun-gen und Anpassungen vorgenommen, abgestimmt, beschlossen und genehmigt sein. Die Arbeitsgruppe will rechtzeitig ihre Mustertexte erstellen, damit die einzelnen Verbände ihre Anpassungen vornehmen und auf den anstehenden Mitgliederversammlungen beschließen lassen können. Es wird empfohlen das zuständige Amtsgericht/Vereinsregister im Vorfeld einzubeziehen und die Eintragungsfähigkeit prüfen zu lassen. Nach dem Beschluss durch die Mitgliederversammlung muss die neue Satzung, zusammen mit den einzelnen Zuchtprogrammen, noch bei der für Tierzuchtrecht zuständigen Behörde eingereicht und genehmigt werden.

Die neuen Satzungen gliedern sich in zwei Teile:

- vereinsrechtlicher Teil (gilt für alle Mitglieder)

-tierzuchtrechtlicher Teil (mit Grundbestimmungen zur Herdbuchzucht)

Auch künftig werden die Satzung und entsprechende Änderungen durch die Mitglieder beschlossen. Da die Zuchtprogramme künftig nicht mehr Satzungsbestandteil sind, sondern einen Status als nachgeordnete Vereinsordnungen einnehmen werden, muss in der Satzung geregelt werden, welches Vereinsgremium für die Festlegung der Zuchtprogramme zuständig ist. Zudem geht mit dieser Regelung einher, dass zu allen Punkten, die in den künftigen Zuchtprogrammen niedergelegt sind, mehr oder weniger detaillierte tierzuchtrechtliche Grundbestimmungen der Herdbuchzucht in die Satzung aufgenommen werden müssen. Die bis-herige Zuchtbuchordnung wird es künftig nicht mehr geben. Die Inhalte der bisherigen Zuchtbuchordnungen werden z.T. in die Satzungen und z.T. in die für jede Rasse zu erstellenden Zuchtprogramme aufgenommen. Bestandteil der Zuchtprogramme wird zunächst ein allgemeiner Teil sein. Dort werden Angaben zum sachlichen (Auflistung der betreuten Rassen) und zum geografischen Tätigkeitsbereich (z.B. Bundesland) gemacht. Außerdem sollen hier folgende Angaben gemacht werden:

- zur Führung und Unterteilung des Zuchtbuches

- zu Tierzuchtbescheinigungen

- zur Kennzeichnung und Abstammungssicherung

- zu Pflichten /Aufzeichnungen der Züchter

- zur Zuchtdokumentation

- allgemeine Angaben zur Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung.

Der spezielle Teil des Zuchtprogramms muss getrennt für jede Rasse alle Inhalte der bisherigen Rassebeschreibungen enthalten, inklusive der Zuchtziele, Umfang der Zuchtpopulation, Besonderheiten bei der Zucht-bucheinteilung, Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung, Voraussetzun-gen zur Körung sowie genetische Besonderheiten und Erbfehler.

Hier wird es also im Vergleich zu den gewohnten Rassebeschreibungen, deren Inhalt eine DINA4-Seite umfasste, demnächst ein mehrseitiges Zuchtprogramm für jede Rasse geben. Das neue Tierzuchtrecht fordert, dass die Verbände ein umfangreiches Controlling bei beteiligten Dritten durchführen müssen. Das gilt für beteiligte Leistungsprüfungsorganisa-tionen (z.B. Landeskontrollverband, der die Milchleistungsprüfung durch-führt) und auch für die Zuchtwertschätzstelle.

Für die Herdbuchzüchter und die praktische Zuchtarbeit ändert sich durch die neuen tierzuchtrechtlichen Bestimmungen nicht allzu viel. Gewöhnen muss man sich an einige neue Begrifflichkeiten. So heißen Zucht-bescheinigungen künftig Tierzuchtbescheinigungen. Neu für Züchter einiger Verbände dürfte sein, dass Tierzuchtbescheinigungen gemäß VO(EU)2016/1012 künftig nur noch auf Antrag des abgebenden Züchters ausgestellt werden dürfen. Tierzuchtbescheinigungen dürfen zudem nur noch für Tiere der Hauptabteilung ausgestellt werden und müssen grund-sätzlich dokumentiert werden (Ablage einer Kopie oder als Datei). Bei Jungtieren, die noch nicht im Zuchtbuch eingetragen sind, gilt der Antrag auf Ausstellung einer Tierzuchtbescheinigung als Antrag auf Eintragung in das Zuchtbuch. Die Tierzuchtbescheinigung muss aktuelle Angaben beinhalten – z.B. auch das Ergebnis der neusten Zuchtwertschätzung- ggf. ist ein Hinweis auf eine Website abzudrucken, wo das neuste Ergebnis einsehbar ist. Außerdem müssen zukünftig auch die E-Mail-Adresse des Züchters und ein Hinweis auf die Website des Verbandes auf der Tierzuchtbescheinigung abgedruckt werden.

 

Lehrfahrt 2018 nach Thüringen

Unsere nächste Lehrfahrt führt uns in die Mitte Deutschlands nach Thüringen. Wir fahren von Donnerstag, den 06.09.2018, bis Sonntag, den 09.09.2018, wieder mit Schmidt-Reisen, Dagebüll.

Folgender Reisehöhepunkte sind bisher geplant:

Do., 6.9.2018

Anfahrt


Nachmittag zur Ziegenalm Sophienhof
Betrieb: Harzer Ziegen, Herstellung von Ziegeneis und Käse, Tiroler Grauvieh, Dammtierhaltung


Check-In „Treff Hotel Panorama, Oberhof


Abendessen Hotel

Freitag, 7.9.2018

Fahrt zum Milchschafherdbuchzuchtbetrieb Lacaune-Schafe, Landhof „Am Ziegenried“ GmbH in Arnstadt


Oberhof Führung zu den Wintersportstätten


Mittagessen in Oberhof in der Thüringer Hütte


Fahrt nach Südthüringen zu einer Hüteschäferei im Thüringer Wald (GbR Kieser oder Schäferei Otto)


Abendessen Hotel

Samstag, 8.9.2018

Fahrt nach Schloßvippach Milchproduktionsbetrieb mit einem Melkkarussell (Ersteinbau in Europa) mit Führung


Mittagessen in der Dachwiger Mühle mit Mühlenführung


MLW Herdbuchzuchtbetrieb

Abends

Stadtführung Erfurt


Abendessen Erfurt o. Hotel

Sonntag, 9.9.2018

Besichtigung der Wartburg in Eisenach mit Burgführung


Heimfahrt nach Schleswig Holstein

Die Reisekosten betragen 350,00 € p.P. im Doppelzimmer u. 425,00 € p.P. im Einzelzimmer inklusive Frühstück, Abendessen und Besichtigungen.

Interessenten melden sich bis 29.03.2018 in der Geschäftsstelle.

 

Bundesschau der Rauhwolligen Pommerschen Landschafe

Am 7. Oktober 2017 fand die 2. Bundesschau der Rauhwolligen Pommerschen Landschafe im Vermarktungszentrum der Rinder-Allianz GmbH in Karow statt.

Nach der Erstauflage 2006 bei der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung (MeLa) war auch dieses Mal der Landesschaf- und Ziegenzuchtverband Mecklenburg-Vorpommern (LSZV) Gastgeber für 22 Züchter aus sechs Bundesländern. Sie brachten 92 Tiere mit, die sich den Preisrichtern Mathias Brockob und Mathis Herrmann, unterstützt von Luise Pachaly, stellten. Aus Schleswig-Holstein waren Anne Greef und Anke Mückenheim mit dabei. Anne Greef stellte auch den Reservesieger, der sich also nur hinter dem besten Bock, einem dreijährigen Zuchtbock aus der Zucht von Christoph Höller, Rinteln anstellen musste.

Ein hartes Los hatten die Preisrichter als zwölf Kollektionen vor ihnen standen. Der 1a-Preis ging an die Gemeinschaftskollektion Gunda Jung/ Milgeta Agrar GmbH aus Brandenburg mit ihrer „Kollektion II“. Platz zwei ging an die Kollektion der Thoms & Richterich GbR aus NRW, Platz drei an die Auswahl der Familie Kronberg aus Brandenburg.

Bei den Nachzuchtsammlungen ging der 1a-Platz an die männlichen Nachkommen eines Bockes aus der Zucht von Holger Beeke, der 1b-Preis an die weibliche Nachzucht von Anke Mückenheim und der 1c- Preis an die Nachzucht der Thoms & Richterich GbR.

Die Wahl des Wollsiegers fiel den Preisrichtern schwer, da alle Tiere im Vorfeld eine 9 in der Wollqualität erhalten hatten. Letztendlich siegte der Bock „Fiete“ aus der Zucht von Anke Mückenheim, knapp gefolgt vor einem Bock aus der Zucht von Familie Glamann aus Waren/Müritz.

Höhepunkt und Abschluss des Wettbewerbes bildete die Wahl der besten Generationensammlung. Hier gingen jeweils zwei Sammlungen mit Mutter, Tochter und Enkelin ins Rennen. Der Sieg ging an die Auswahl der Milgeta Agrar GmbH, der zweite Platz an die Zuchttiere von Michael Ruhnau aus Niedersachsen. Im gleichen Zuge wurde auch das fruchtbarste Mutter-schaf ausgezeichnet. Hier setzte sich ein zwölf Jahre altes Muttertier durch. Das am 20. Juli 2005 geborene Schaf hatte insgesamt 12 Mal gelammt, 25 Lämmer geboren und 23 davon aufgezogen. Beim anschließenden Züchterabend in der Auktionshalle in Karow versprach der LSZV-Vorsitzende Jürgen Lückhoff, dass man bis zur dritten Bundesschau der Rauhwolligen Pommerschen Landschafe nicht wieder elf Jahre warten wolle. Der Landesverband gratuliert Anne Greef und Anke Mückenheim recht herzlich!

Weißkopfzüchter feiern 100-järige Herdbuchzucht ihrer Rasse

Der Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems e. V. und die Züchter und Halter des Deutschen Weißköpfigen Fleischschafes laden alle Freunde der Weißkopfzucht zum 100-jährigen Jubiläum herzlich ein. Die Jubiläumsfeier findet am Sonntag, den 29. Juli 2018, auf Hof Iggewarden, Iggewarden 1, 26969 Butjadingen, statt.

100 Jahre Herdbuchzucht geben Anlass gemeinsam das Erreichte zu würdigen. Mit dieser Tierschau (offen für ganz Deutschland) können die Züchter zeigen, wie erfolgreich sie die Bedingungen des Marktes erfüllen. Die Veranstalter hoffen auf rege Beteiligung an der Tierschau, gutes Wetter und viele Gäste aus nah und fern.

8:30 Uhr Auftrieb (nach Absprache Tags zuvor möglich)

9:30 Uhr Richten der Einzeltiere

ca. 12:30 Uhr Eröffnung reichhaltiges Lammbuffet

ca. 14.00 Uhr Beginn des Festaktes Grußworte und Vorstellung der Chronik

ca. 15:00 Uhr Richten der Familien und Sammlungen anschl. Ermittlung Siegerschaf und Siegerbock

ca. 16:30 Uhr Siegerehrung

ca. 17:00 Uhr Auktion

Zu der kleinen Auktion sind die Züchter mit Tieren zugelassen, die an der Tierschau teilgenommen haben. Je Teilnehmer sind ein gekörter Bock und zwei weibliche Herdbuchtiere bis zu einem Alter von 20 Monaten zugelassen. Alle Tiere müssen den Scrapiegenotyp ARR/ARR haben.

Als i-Tüpfelchen wird unter den anwesenden Schafen der Tierschau ein wertvoller Sonderpreis verlost.

Die Anmeldung der Schafe und Böcke für die Tierschau wird bis zum 10. Juni 2018 bei der Geschäftsstelle des Landes-Schafzuchtverbandes Weser-Ems e. V., Mars-la-Tour Str. 6, 26121 Oldenburg per Post, Fax 0441/8859483 oder email: lsv@Lwk-niedersachsen.de erbeten.


3. Unewatter Schaftag

Auch in diesem Jahr wird der Bezirk Rendsburg/ Eckernförde wieder den Unewatter Schaftag im Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt feiern.

Los geht es an Christi Himmelfahrt, den 10.05.2018, ab 10.00 Uhr. Neben der Ausstellung vieler im Bezirk vertretener Schafrassen gibt es eine Vielzahl von Attraktionen für das Publikum. Hütevorführungen, Schafscheren und Bastelaktionen mit und ohne Schafwolle wechseln sich ab. Viele Spinnerinnen und Spinner werden die verschiedenen Spinnräder schnurren lassen. Eine “Wollmeile” zeigt die interessanten Unterschiede der Schurwolle unserer Schafrassen. Für das leibliche Wohl sorgen Lammleckereien vom Grill. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Schaftage 2018

Schafmarkt auf dem Museumshof Lensahn

Am Pfingstsonntag, den 20.5.2018, wollen der Museumshof Lensahn und der Bezirk Ostholstein wieder den nun schon traditionellen Schafmarkt auf dem Museumshof organisieren.

Diese Veranstaltung hat in den vergangenen Jahren viele Besucher angezogen und war für uns Schäfer eine gute Gelegenheit, uns und unsere verschiedenen Rassen dem Publikum zu präsentieren. Es ist eine sehr gute Gelegenheit, ohne Einfluss von Presse und sonstigen Interessengruppen, über unsere Sorgen und Nöte als Schafhalter mit den Mitbürgern ins Gespräch zu kommen und unsere Sicht auf die Dinge mal zu formulieren. Um auch diesen Schafmarkt wieder bunt und attraktiv zu machen, brauchen wir natürlich begeisterte Schäfer und Züchter, die ihre Schafe, evtl. mit Lämmern, ausstellen. Züchter aus anderen Bezirken sind dabei ebenso herzlich willkommen. Auch würden wir uns sehr freuen, wenn wir noch eine Anmeldung für eine Hütevorführung bekommen würden. Um die Pferche mit den Ausstellungsschafen wird es wieder eine bunte „Zeltstadt“ mit Angeboten für Kinder und Erwachsene geben, sodass jede/r etwas für sich entdecken kann. Wir möchten den Besuchern auch wieder die verschiedenen Rohwollen auf unserer „Wollmeile“ demonstrieren und bitten die Schäfer, die jetzt schon scheren oder geschoren haben, uns ca. 3 schöne Vliese zu überlassen (die auch anwesenden Spinner/innen kaufen gern das eine oder andere zum Handspinnen geeignete Vlies). Ihr könntet die Wolle z.B. zum Klönabend mitbringen! Wer nun Lust bekommt mitzumachen, meldet sich bitte bei mir, Frauke Wechselberg, unter Tel. 04382-9207180 oder 0170-9821346 an.

Termine

Lehrgänge 2018

Köddelkurs am 12.5.2018

Auch in diesem Jahr wurde der Köddelkurs wieder nachgefragt. Also wird es am 12.05.2018 um 14 Uhr wieder losgehen mit der Jagd auf Wurmeier im Schafskot. Familie Wechselberg, Goldhorst 9 in 23758 Neutestorf wird in bewährter Manier das Erkennen und Bewerten von Wurmeiern unter dem Mikroskop zeigen. Jeder Teilnehmer kann in Theorie und Praxis lernen, wie der Schafskot aufbereitet und dann unter dem Mikroskop untersucht wird. In geselliger Runde wird viel über die Handhabung eines Mikroskops, aber auch über Weidehygiene und Entwurmungsstrategien gesprochen. Der „Köddelkurs“ ist kostenlos, erfordert aber eine Anmeldung, da die Plätze begrenzt sind. Kursdauer ca. 3 – 4 Std.

Teilnehmer können am Lehrgangstag gern frische Kotproben von den eigenen Schafen und - wer hat - ein eigenes Mikroskop mitbringen.

Anmeldungen bitte bei Familie Wechselberg ab 18 Uhr Tel. 04382-9207180 oder per whatsapp unter 01709821346 oder per email an herdbuchbezirk-ostholstein@wechselberg.de

Einstieg in die Schafzucht 23.06.2018

Der Tierbeurteilungslehrgang findet am 23.06.2018 im Tierpark Arche Warder statt und soll die Grundlagen der Schafzucht bzgl. Genetik, Anatomie, tierzuchtrechtlicher Bestimmungen und Leistungsprüfungen vermitteln. Im nächsten Schritt werden die daraus resultierenden Entscheidungen für Selektion und Tierbeurteilung besprochen, in der Praxis demonstriert und von den Teilnehmern angewandt. Der Tierpark Arche Warder, bietet zudem die Möglichkeit viele unterschiedliche Rassen zu sehen. Weiterhin sollen Fragen wie z.B.:" Wie bereite ich meine Tiere auf die Körung vor?" diskutiert werden. Hier wird ein langjähriger Züchter über seine Erfah­rungen berichten und einige Tipps verraten. Der Lehrgang richtet sich an alle Schafhalter. Die Kosten belaufen sich, abhängig von der Teilnehmerzahl, auf etwa 40,00 €.

Interessierte melden sich bitte bis zum 28.05.2018 in der Geschäftsstelle Kiel (Tel.: 0431/332608) an.

Tiertransportlehrgang:

Halbtägiger Lehrgang mit Prüfung zur Erlangung des Befähigungs­nach-weises „Tiertransport für Schaf- und Ziegenhalter“.

Seit 01.01.2007 gilt die neue EU- Tierschutztransportverordnung, nach der alle, die ihre Tiere mehr als 65 km weit und im Rahmen einer wirtschaftlichen Tätigkeit transportieren, einen Befähigungsnachweis vorlegen müssen. Dieser Lehrgang richtet sich an Mitglieder mit einer Ausbildung zum Tierwirt, Landwirt, Pferdewirt, Fleischer, Tierpfleger oder mit einem erfolgreichen Abschluss eines Hoch- oder Fachschulstudiums. Aber auch Mitglieder aus Schleswig-Holstein ohne Nachweis über diese Ausbildungs­gänge können an diesem Lehrgang teilnehmen und erhalten bei bestandener Prüfung die Erlaubnis Tiere bis zu 8 Stunden zu transportieren.

Falls Sie auch noch einen Befähigungsnachweis brauchen, melden Sie sich bitte bis zum 29.03.2018 in der Geschäftsstelle an. Damit dieser Kurs stattfinden kann, ist eine Teilnehmerzahl von mindestens 10 Personen erforderlich.

Lehrgang für Schafhalter 2018 in Futterkamp

Seit Jahren lebt der Schafhaltungslehrgang davon, dass Auszubildende der drei Lehrjahre, Hobbyschäfer, angehende Schäfer und Inhaber oder deren Betriebsnachfolger von großen Schäfereien nebeneinander im Lehr­gang sitzen. Ihnen allen werden von Fachreferenten aus Beratung und Praxis Grundlagen, Praxis und neue Erkenntnisse aus den Bereichen Haltung, Vermarktung, Fütterung, Öffentlichkeitsarbeit, Weidewirtschaft etc. in 10 Unterrichtstagen vermittelt. Für die praktischen Arbeiten an den Schafen stehen unterschiedliche Partien von Schafen zur Verfugung. Die Lehrgangszeit endet mit einer Prüfung bzw. einer Erfolgskontrolle, womit u.a. der Nachweis einer vermittelten Sachkunde in der Schafhaltung erbracht werden kann. Der Unterricht orientiert sich an den Vorgaben der fachlichen und praktischen Notwendigkeit für Tierwirte und den tierschutz-rechtlichen Anforderungen der Schafhaltung. Der Schwerpunkt liegt in der praktischen Anwendung, so dass jeder Schafhalter dem Unterricht folgen und wertvolle Informationen für den täglichen Umgang mit Schafen daraus ziehen kann.

Termin: 04.Juni bis 15.Juni 2018

Ort: Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp

Unterrichtsdauer: täglich 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Nach Bildungsurlaubsfreistellungsgesetz anerkannt bei I Bank Schl.-Holst. unter WBG-B-9369

Teilnehmer: Der 10 tägige Schafhaltungslehrgang richtet sich u.a. an Neben-, Haupterwerbs-, Hobby- und Berufsschäfer, sowie Interessierte.

Anmeldung Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp, 24327 Blekendorf Tel.:04381/90090

Betriebsberatung zum Thema Herdenschutz

Die Wiederbesiedlung des Wolfes in Deutschland stellt verschiedene Interessengruppen vor neue Herausforderungen. Besonders die Nutztierhalter sind von der Rückkehr dieser Tiere betroffen. Denn Schafe und Ziegen können zu einer leicht verfügbaren Beute des Wolfes werden, wenn sie nicht durch eine geeignete Maßnahmen vor Angriffen geschützt sind. Das Wolfsmanagement in Schleswig-Holstein möchte die Tierhalter dabei unterstützen, einen möglichst effektiven Herdenschutz aufzubauen und bietet daher Betriebsberatungen zum Thema Wolf und Herdenschutz an. Die Beratungen sind kostenlos und unverbindlich.

Termine können gerne unter folgenden Nummern vereinbart werden:

Yvette Krummheuer, LLUR, T +49 4347 704-325  Yvette.Krummheuer(at)llur.landsh.de

Yvette.Krummheuer(at)llur.landsh.de

oder

Jens-U. Matzen, MELUR, T +49 4326 288 655  

Jens.matzen(at)gmx.de

Impfung gegen das Blauzungenvirus

Das Ministerium hat uns informiert, dass ein Ausbruch dieser Tierseuche weitreichende Folgen für Deutschland und Schleswig-Holstein hätte: Da die empfänglichen Tierpopulation in Deutschland und Schleswig-Holstein als überwiegend ungeimpft und empfänglich gegenüber BTV ist, ist das Risiko von Ausbrüchen der Blauzungenkrankheit mit der Folge wirtschaftlicher Schäden durch Leistungseinbußen und Leiden für die betroffenen Tiere hoch. Im Falle eines BTV-Ausbruchs werden die betroffenen Betriebe gesperrt und um diese Betriebe Restriktionszonen mit einem Radius von insgesamt 150 km eingerichtet. Auch ohne Ausbruch im eigenen Bundesland könnte Schleswig-Holstein schnell aufgrund des großen Radius einer Restriktionszone betroffen sein. In diesen Zonen wird ein BTV-Überwachungsprogramm mit Unter­suchungen und Verbringungsbeschränkungen durchgeführt sowie weitere Maßnahmen wie die Behandlung der Tiere mit Insektiziden/Repellentien geregelt. Es dürfen ausschließlich vorher mit negativem Ergebnis untersuchte oder geimpfte und gegen Mücken geschützte Tiere aus den Zonen verbracht werden. Die Impfung muss allerdings rund 60 Tage zurückliegen. Tierhalter, die ihre Bestände rechtzeitig geimpft haben, haben in diesem Fall einen zeitlichen Vorteil erlangt. Kälber von geimpften Muttertieren können bis zu einem Alter von vier Monaten mittels einer Tierhaltererklärung aus der Restriktionszone verbracht werden.Der Handel mit Drittländern mit Wiederkäuern oder Samen würde durch den Verlust des BTV-Freiheitsstatus aufgrund eines Ausbruchs in Deutschland voraussichtlich stark eingeschränkt.Zur Impfung gegen die unterschiedlichen Stämme dieses Virus sind Impfstoffe zugelassen. Die Verfügbarkeit des Impfstoffs ist derzeit begrenzt. Es muss damit gerechnet werden, dass bei einem Ausbruch der Blauzungenkrankheit und einem damit verbundenen höheren Impfaufkommen die Verfügbarkeit der Impfstoffe weiter sinkt.

Aufgrund der räumlichen Nähe zu Frankreich werden seit 2016 in Baden-Württemberg und den anliegenden Bundesländern verstärkt freiwillige Impfungen gegen BTV 8 und BTV 4 durchgeführt. Weitere Bundesländer empfehlen die freiwillige Schutzimpfung ebenfalls.

Die frühzeitige Impfung gegen die Blauzungenkrankheit wird auch den Tierhaltern in Schleswig-Holstein empfohlen, um Tierleid durch klinische Infektionen zu vermeiden und um auch nach einem möglichen Ausbruch der Tierseuche in Deutschland die wirtschaftlichen Folgen durch Handelsbeschränkungen zu verringern.Die Impfung gegen das Blauzungenvirus ist genehmigungspflichtig. Die zuständigen Veterinärbehörden erteilen diese Genehmigung im Einzelfall auf Antrag oder pauschal durch Allgemeinverfügungen. Informationen zur Impfung (Registriernummer des Betriebes, Datum der Impfung, verwendete Impfstoff) sind der Veterinärbehörde mitzuteilen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Kosten für diese freiwillige Impfung vom Tierhalter zu tragen sind.

 

Minister Habeck stellt neues Wolfsmanagement in Schleswig-Holstein vor

An den Runde-Tisch-Gesprächen waren zahlreiche Verbände beteiligt, die durch die Wiederbesiedlung des Landes betroffen sein könnten. Es waren Vertreter der Landwirtschaft (insbesondere der Nutztierhalter) ebenso beteiligt wie die schleswig-holsteinische Forstwirtschaft und Pferdesportverbände. Darüber hinaus beteiligten sich Vertreter der Naturschutz- und Tierschutzverbände sowie der behördliche Natur- und Tierschutz. Insgesamt tagte der Runde Tisch vier Mal, um die vielfältigen Probleme zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Auch künftig wird seine Arbeit weitergehen. Zwei Mal im Jahr wird er unter Federführung des LLUR zusammenkommen, um auf aktuelle Probleme zu reagieren und das Wolfsmanagement des Landes wenn nötig laufend an die aktuellen Erfordernisse anzupassen.

Seit 2007 gab es 29 Wolfsnachweise. Zudem wurden 108 Verdachtsfälle von Nutztierrissen gemeldet. In neun dieser Fälle wurde ein Wolf als Verursacher nachgewiesen. In 22 Fällen konnte ein Wolf nicht sicher ausgeschlossen werden. Insgesamt wurden seit 2007 rund 36 000 Euro an Entschädigungen gezahlt, davon der größte Teil an zwei einzelne Nutztierhalter. Für die Prävention von Schäden durch Herdenschutzmaßnahmen lagen die Kosten bei 216 000 Euro.

Gemeinsam mit Schafhaltern, Jägern und Naturschützern hat das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium das Wolfsmanagement auf neue Füße gestellt. Neben einer behördlichen Basis gehören mehr Wolfsbetreuer, neue Regeln bei der Entschädigung und Lösungen beim Umgang mit verletzten Wölfen zu den Kernpunkten.

Erarbeitet wurden sie gemeinsam beim Runden Tisch. "Mit dem neuen Management schaffen wir eine breit akzeptierte Basis für den weiteren Umgang mit dem Wolf. Die ist angesichts der schwierigen Debatten und der unterschiedlichen Interessen besonders wertvoll. Und es ist der Bereitschaft aller zu konstruktiven Lösungen zu verdanken", sagte Minister Habeck heute (12. August 2016) in Kiel, wo er gemeinsam mit dem Landesverband der Schleswig-Holsteinischen Schafzüchter, dem NABU und dem Koordinator der Wolfsbetreuer, Jens Matzen, die Ergebnisse des Runden Tisches vorstellte.

Anlass für die Überarbeitung des Wolfsmanagements war, dass der Aufwand im Umgang mit dem Wolf deutlich gestiegen war. So wuchs die Zahl der Wolfsnachweise, die Meldungen über möglicherweise durch Wölfe gerissene Tiere stiegen vor allem 2015 an und in einigen Fällen wurden durch Wölfe größere Verluste in Nutztierbeständen gemeldet. Daher hatte Minister Habeck den Runden Tisch, der unter seiner Amtsvorgängerin Juliane Rumpf 2009 das erste Management entwickelt hatte, im Sommer 2015 wieder einberufen, um neue und auch strittige Fragen zu klären und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen im Herbst im Rahmen einer Broschüre veröffentlicht werden.

Ein Schwerpunkt war die Frage von Entschädigungszahlungen, die bislang aufgrund des EU-Wettbewerbsrechts (Deminimis-Beihilfen) auf maximal 15 000 Euro pro Betrieb, innerhalb von drei Jahren, begrenzt sind. Diese Höhe wurde in jüngster Vergangenheit überschritten beziehungsweise nahezu erreicht. Um für solche Fälle gewappnet zu sein, wird das Ministerium hier eine Aufhebung der Grenze beantragen und dafür bei der EU die Förderrichtlinie notifizieren lassen. "Das heißt auch, dass bestimmte Kosten, wie Tierarztkosten nach einem Wolfsübergriffe, nur noch 80 Prozent durch das Land ersetzt werden können. Aber alles in allem ist es aus Sicht der Beteiligten beim Runden Tisch dennoch die bessere Lösung", sagte Habeck.

Die Schäden berechnen sich künftig nach einem von allen Seiten akzeptierten Kalkulationsverfahren. Zudem werden bestimmte Mitwirkungspflichten der Tierhalter und Tierhalterinnen festgelegt. So müssen sie Fälle von potentiellen Wolfsrissen spätestens am Tag nach dem Vorfall melden oder dürfen getötete Tiere beispielsweise nicht bewegen, bevor ein Wolfsbetreuer sie untersuchen konnte. "Nach jedem Riss müssen wir die Bisspuren untersuchen und Proben nehmen. Nur dann lässt sich herausfinden, ob ein Wolf angegriffen hat oder ein anderes Tier", sagte der Koordinator der Wolfsbetreuer, Jens Matzen.

Intensiv diskutiert wurde auch, wie mit Wölfen umzugehen ist, die bei Unfällen verletzt werden und unter welchen Rahmenbedingungen eine Nottötung möglich ist, um die Tiere aus Gründen des Tierschutzes von ihren Leiden zu erlösen. Dies ist insbesondere deshalb anspruchsvoll, weil Wölfe nach dem Bundesnaturschutzgesetz und dem EU-Recht streng geschützte Tiere sind und grundsätzlich ein Tötungsverbot gilt. Der Runde Tisch hat nun gemeinsam mit den Veterinärbehörden des Landes und der schleswig-holsteinischen Tierärztekammer einen rechtsicheren Weg für eine Nottötung abgestimmt. So sollen die Polizei und Tierärzte eine vorweggenommene Ausnahmegenehmigung erhalten, um dann einen Wolf von seinen Leiden zu erlösen, wenn er so schwer verletzt ist, dass er sich nicht mehr von der Unfallstelle entfernen kann. Ein Tierarzt muss nicht zwangsläufig vor Ort sein.

Bereits 2015 hatte das Land das Wolfsmanagement neu strukturiert und beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) angesiedelt und die Rolle des Koordinators der Wolfsbetreuer fest etabliert. Darüber hinaus wurde mit einem Fachwissenschaftler der TU Dresden als sogenannte erfahrene Person die Übernahme weiterer Aufgaben vereinbart. Zusätzlich wurden neue ehrenamtliche Wolfsbetreuer geschult, damit steigt die Zahl von 40 auf 70. "Wir haben das Management behördlich verankert, um es zu stärken. Aber die Arbeit der ehrenamtlichen Wolfsbetreuer ist unentbehrlich. Ihr hohes Engagement und ihre Fachkunde sind gefragt. Es ist wertvoll, dass nun noch mehr Wolfsbetreuer uns unterstützen", sagte Habeck. Zudem werden seit 2016 erstmals spezielle Haushaltsmittel in Höhe von 100 000 Euro in den Haushalt des zuständigen Umweltministeriums eingestellt – zuvor waren anfallende Ausgaben jeweils aus dem laufenden Haushalt des Naturschutzes finanziert worden.

 Es wurden im Rahmen der Runde-Tisch-Gespräche Empfehlungen für den Fall von Wolfsbegegnungen erarbeitet. Neben anderen wurde insbesondere festgelegt, dass Wölfe unter keinen Umständen gefüttert werden dürfen, da an Menschen gewöhnte Wölfe in der Folge aufdringlich oder aggressiv einfordern könnten. Um solchen Entwicklungen entgegenwirken zu können, wurden entsprechende Fütterungen im Rahmen der Regelungen des Landesnaturschutzgesetzes auch rechtlich untersagt. Die Regeln sollen in einem Flyer veröffentlicht werden.

Gänseschaden an Deichen

In jedem Frühjahr wird eine Deichschau durchgeführt und der durch Gänse verursachte Schaden festgestellt. Daraufhin kann ein Pachterlass gewährt werden. Bitte beachten Sie: Damit die Flächen begutachtet werden, müssen sie zuvor angemeldet werden. Wenden sie sich dazu an das Landesamt.

Schäfereikalender 2018

Der neue Schäfereikalender 2019 ist da. Der Schäfereikalender ist für jeden Schäfer (und auch Ziegenhalter) ein nützlicher Begleiter durch das Jahr. Es empfiehlt sich eine rasche Bestellung. Der Kalender kann in der Geschäftsstelle bestellt (Tel.: 0431/332608) werden.

Praktikantin/Praktikant gesucht!

Der Landesverband Schleswig-Holsteinischer Schaf- und Ziegen-züchter e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Praktikantin/einen Praktikanten. In der Geschäftsstelle in Kiel, herrscht mit zwei Mitarbeitern sowie einer...[mehr]


Schäfereikalender 2019

Der neue Schäfereikalender 2019 ist da. Der Schäfereikalender ist für jeden Schäfer (und auch Ziegenhalter) ein nützlicher Begleiter durch das Jahr. Es empfiehlt sich eine rasche Bestellung. Der Kalender kann in der...[mehr]


Schafbockauktionen des Landesverbandes 2016

Der Hammer auf den Husumer Auktionen des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer Schaf- und Ziegenzüchter e.V. im Jahr 2016 ist zum letzten Mal gefallen und nun ist es wieder an der Zeit Bilanz zu ziehen und einen Überblick über...[mehr]


Schaf- und Ziegentag in Molfsee am 12.06.2016

Am 12.Juni findet wieder der Schaftag im Freilichtmuseum in Molfsee statt. Diesmal sollen auch die Ziegen Beachtung finden. Neben den bewährten Aktionen wie u.a. Schauscheren, Spinntreffen der norddeutschen Handspinner mit...[mehr]


Frühjahrsversammlung AK Landschafe

Der Arbeitskreis Landschafe trifft sich am Samstag, den 28.Mai 2016 zu seiner Frühjahrsversammlung im Tierpark Arche Warder. Viele wichtige Themen und die Planung des Landschaftages werden auf der Tagesordnung stehen....[mehr]


Landschaftag im Tierpark Arche Warder 2015

Am 12. September war es wieder soweit, die Landschafzüchter aus Schleswig-Holstein trafen sich zum Landschaftag im Tierpark Arche Warder. Dort wurden ihre Tiere der unterschiedlichsten Landschafrassen vor viel Publikum gekört...[mehr]


Landestierschau 2015 auf der Norla in Rendsburg

2015 war es endlich wieder soweit, im Rahmen der Landestierschau in Rendsburg fand wieder der Wettstreit zwischen den schönsten Schafen und Böcken aus ganz Schleswig-Holstein statt. Der Landesverband Schleswig-Holsteinischer...[mehr]


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